Randy Kohrs „Quicksand“ Rural Rhythm RHY-1052

Devil Of The Trail/ Time And Time Again/Die On The Vine/ If You Think It’s Hot Here/ Quicksand/ It’s Been So Long/ The Ghost Of Jack McCline/ Cumberland/ This Must Be The Bottom/ Sunday Cloths/ Truman’s Vision/ More About John Henry/ Down Around Clarksdale



Seit 12. Januar 2010 ist Randy Kohrs’ langerwartetes 5. Solo-Album auf dem Markt und wer die diesjährigen Grammynominierungen aufmerksam durchgelesen hatte, der hat auch festgestellt, dass Randy wieder an Jim Lauderdale’s aktuellem Album als Produzent beteiligt war. 2008 hatte es sogar zu einem Grammy gereicht mit Lauderdale’s Album „The Bluegrass Diaries“.

Randy Kohrs ist ein begnadeter Resonatorgitarrenvirtuose und ein ausgezeichneter Sänger und Produzent.

1994 war Randy Kohrs nach Nashville gekommen, hatte wie so viele andere Musiker am Lower Broadway in einer Kneipe begonnen, in seinem Falle war es „Maggie Magee’s“, heute „Nashville Crossroads“. 1995 wurde er von Hank Williams III für dessen Band entdeckt und wenig später ging Kohrs mit Tom T.Hall auf grosse Tournee. Doch als Hall aus gesundheitlichen Gründen ab 1997 nicht mehr touren konnte, schloss sich Randy Kohrs für die nächsten 2 Jahre der Band von David Parmley an, nur, um wiederum für 2 Jahre in der Band von Holly Dunn zu arbeiten. Der 2-jährige Rhythmus schien sich einzupendeln. Daneben war Randy Kohrs als Resonatorgitarren-Virtuose längst in den Studios von Nashville ein begehrter Session-Musiker.

2001 veröffentlichte Randy Kohrs sein erstes Solo-Album „A Crack In My Armour“, ein Album, das ihn auch als Songwriter in Nashville etablierte. 2003 engagierte ihn Dolly Parton für einen ihrer Gigs als Resonatorgitarrenspieler und 2004 spielten die beiden das Duett „It Looked Good On Paper“ ein, das auf Kohrs’ drittem Album veröffentlicht wurde.

Neben seiner Arbeit als Solist mit eigener Band hat es Randy Kohrs inzwischen auf über 500 Alben gebracht bei denen er als Instrumentalist zu hören ist, angefangen bei Hank Thompson und Jerry Reed bis hin zu Little Big Town, Dierks Bentley, Sara Evans und The Wreckers.

Im Frühjahr 2010 soll Randy Kohrs mit der schwedischen Bluegrass Band „G2“ auf Europatournee kommen. Und genau zu dieser modernen Bluegrass Band passt das musikalische Konzept von Kohrs bestens. Der kompakte, treibende und voller kollektiver Improvisationen angereicherte Sound von Bands wie den „Infamous Stringdusters“ oder der „G2 Bluegrass Band“ scheint ihm sympathisch zu sein und so klingt dann auch dieses neue Album. Zusammen mit so bekannten Musikern wie Scott Vestal (Banjo), Bryan Sutton (Gitarre), Tim Crouch (Fiddle), Josh Williams (Mandoline), Jay Weaver (Bass) und Kohrs selbst an Gitarre und Resonatorgitarre und mit der Stimme eines Rocksängers wird dieses neue Album zu einer Offenbarung moderner Bluegrass Music, bei der Blues, Country und Bluegrass zu einer genialen Einheit verschmelzen. Genau so muss Bluegrass Music heute klingen, um auch neue Generationen für die musikalische Kreation von Bill Monroe zu begeistern.

Walter Fuchs