Carrie Hassler „CHHR2“ Rural Rhythm RHY-1037

I Can Go Back Anytime/ Faith And Hope/ Country Strong/ Fickle Heart/ I Don’t Want To Wake Up/ Second Chances/ Devil’s Den/ One Way Track To Nowhere/ If These Walls Could Talk/ Turn The Page/ She’s A Stranger In His Mind/ 1800 Miles/ “Where’s Carrie?” Jam

Spätestens seit der Veröffentlichung ihres Debutalbums 2006 muss man die Sängerin Carrie Hassler in die Speerspitze der modernen Bluegrass Music einbeziehen. Zweifellos steht sie mit ihrer Band „Hard Rain“ auf Augenhöhe mit Gruppen wie den „Infamous Stringdusters“ oder der schwedischen Formation „The G2 Bluegrass Band“. Carrie Hassler ist dabei keineswegs so experimentell wie „Cadillac Sky“, „Bryan Clark“ oder „Missy Raines“ mit ihrer Bluegrass-Jazz-Band, doch sie gehört genau so wie die Infamous Stringdusters einer neuen Bluegrass-Generation an, die unter anderen Bedingungen aufwuchs als die Gründerväter der Bluegrass Music des vergangenen Jahrhunderts. Hinter der Musik von Carrie Hassler steckt eine unheimlich treibende Kraft, die ihre Energie nicht nur aus dem klassischen Bluegrass-Stil zu ziehen scheint, sondern auch aus der Rockmusik. Was sich im klassischen Bluegrass-Stil mehr an den Chicago-Stil des Jazz, bei dem die Improvisationen der einzelnen Instrumente wie die Perlen einer Halskette aneinandergereiht wurden, angelehnt hatte, das klingt bei Carrie Hassler, wie auch bei vielen anderen jungen Bluegrassbands, mehr nach kollektiver Improvisation, ähnlich wie im alten New Orleans Stil des Jazz.

Über allem jedoch thront Carrie Hasslers ausdrucksstarke Stimme, die für den sensiblen Zuhörer, auch ohne Kenntnis des Song-Textes, Rückschlüsse auf die Aussage des jeweiligen Liedes zulässt. Das führt von der Hoffnung in „Second Chances“ über die Traurigkeit in „If These Walls Could Talk“ bis zur Verzweiflung in „One Way Track To Nowhere“. Da werden Stimmungen auf eine Art vermittelt, wie man sie selten zuvor gehört hat, und sie werden grossartig getragen und unterstützt von jungen Musikern, die teilweise noch keine 20 Jahre alt sind: Josh Miller, Banjo, Gitarre; Kevin McKinnon, Mandoline; Keith McKinnon, Gitarre; Jamie Harper, Fiddle und Travis Anderson, Bass. Als Gäste sind mit dabei: Jim Van Cleve, Steve Gulley, Josh Shilling und Andy Hall von den Infamous Stringdusters.

Carrie Hassler wuchs in Pikeville/Tennessee auf. Sie sang Kirchenlieder und vieles andere. Wörtlich sagt sie: „Meine wirkliche Bestimmung fand ich erst, als ich meinen ersten Bluegrass-Song sang. Es war ein aufregendes Erlebnis – der Klang, die Wärme, einfach das Gefühl, das die Bluegrass Musik in mir weckte. Ich konnte so meinen Wurzeln und meiner Liebe zur Gospelmusik treu bleiben, und es war eine tolle Gelegenheit, bei fast jedem Auftritt ein paar wunderbare Bluegrass-Gospelsongs zu spielen.“

Kurz nach Gründung ihrer Gruppe „Carrie Hassler & Hard Rain“ erschien im November 2006 ihre erste CD „Carrie Hassler“ und erreichte auf Anhieb Spitzenplätze in allen wichtigen Bluegrass-Charts. Die Band wurde rasch zu einer der gefragtesten neuen Gruppen in der amerikanischen und internationalen Festivalszene. Nun ist Carrie Hasslers zweite CD auf dem Markt mit dem kurzen, prägnanten Titel „CHHR2“, und auch dieses Werk wurde innerhalb kurzer Zeit zum Chartstürmer.

In diesem Sommer gastierte Carrie Hassler & Hard Rain bei zwei Festivals in Frankreich, war also erstmals auf Europatournee, und im Mai 2010 soll die Formation beim Internationalen Bluegrass Festival in Bühl/Baden präsent sein.

Zum Abschluss noch eine Pressestimme aus den USA von Mac MacDonald/The Herald aus Monterey,Ca.: „Carrie Hassler & Hard Rain ist eine Bluegrass Band erster Güte, eine Alison Krauss auf höchster Oktanzahl. Eine umwerfende Formation mit unglaublichen Virtuosen an Fiddle, Banjo, Dobro; Mandoline und Bass. Alle im Schlepptau von Hasslers ebenso lieblicher wie kräftiger klassischer Country-Stimme.“

Dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen!

Walter Fuchs