Hawkshaw Hawkins „Car Hoppin’ Mama“ Bear Family 16988

Pan American/ I’m A Lone Wolf/ Somebody Lied/ Some Of These Nights/ Dog House Boogie/ Stop, Please Stop/ There’s A Teardrop In Your Eye/ Little White Washed Chimney/ Shotgun Boogie/ I’m Waiting Just For You/ I’ll Get Along Somehow/ Mean Mama Blues/ Rattlesnakin’ Daddy/ Back To The Doghouse/ Kaw-Liga/ Got You On My Mind/ It Would Be A Doggone Lie/ I’ll Be Gone/ Action/ Car Hoppin’ Mama/ Ko Ko Mo/ Sensation/ If It Ain’t On The Menu/ I Wanna Be Hugged To Death By You/ When You Say Yes/ Rebound/ Flashing Lights/ Ling Ting Tong/ I Gotta Have You/ Waitin’ For My Baby/ Pedro Gonzales Tennessee Lopez/ How Could Anything So Pretty/ I’ve Got It Again

Als Harold “Hawkshaw” Hawkins an jenem denkwürdigen 5. März 1963 zusammen mit Patsy Cline, Cowboy Copas und Randy Hughes in den Trümmern eines kleinen Flugzeugs in der Nähe von Camden/Tennessee starb, war er gerade mal 41 Jahre alt und verheiratet mit der Sängerin Jean Shepard. Seine Karriere hatte, wenn man sie an den Charteinträgen misst, 1948 bei King Records begonnen und bei RCA hatte sie 1963 mit seinem einzigen Top Erfolg geendet, ein Erfolg den Hawkins allerdings nicht mehr erlebt hatte. Vergleicht man Hawkshaw Hawkins mit seinem etwas älteren Kollegen Cowboy Copas, dann stellt man fest, beide hatten etwa dasselbe künstlerische Potential, dieselbe Ausstrahlung, doch im Gegensatz zu Copas war Hawkins mehr bei der Honky Tonk Musik und beim Blues angesiedelt. Bei den damals so populären Boogies und den Up-Tempo-Nummern trafen sich dann beide Künstler wieder. Dabei war Hawkins in den Charts weit weniger erfolgreich, er schaffte nur etwa die Hälfte der Copas Hits. Beiden gemeinsam ist, dass sie heute so gut wie vergessen sind. Dies sollte sich nach der Veröffentlichung dieser 33 Songs auf dem vorliegenden Album ändern, zumal der Anlass zu dieser CD der 5. März 1963 ist, als damals, vor 45 Jahren, Nashville den Atem angehalten hatte. Der ältere Fan kann mit diesem neuen Album vielleicht ein paar Lücken in seiner Sammlung schliessen, wer noch nie etwas von Hawkshaw Hawkins gehört hat, der wird auf einer musikalischen Entdeckungsreise plötzlich feststellen, wie spannend und ideenreich die Country Music damals doch war und wie verarmt die heutige Szene ist.

Walter Fuchs