Aufgespießt:

In seiner Betrachtung zur heutigen Country Musik aus den aktuellen Hitparaden schreibt Jonathan Fischer unter der Überschrift „Chartkompatible Designerdroge“ in der Süddeutschen Zeitung vom 4.4.2008 unter anderem:

„ ... Denn wenn rockende E-Gitarre und Keyboards zum polierten Mainstream gehören, dann gilt bei den Country-Alternativen gerade ein akustisches Klangbild als progressiv. Rekurrieren zuletzt selbst Veteranen wie Merle Haggard zum Bluegrass: Der Musik, die laut Yep-Roc-Chef Glenn Dicker, ‚immer noch für die Unkorrumpierbarkeit des Genres steht’. Oder wie Jim Lauderdale sagt: „Am Ende zählen nicht die Charts, sondern allein dein Soul.“

(siehe: google/news „Bluegrass“)

Sebastian Moll schrieb in seinem Reisebericht durch die Blue Ridge Mountains unter der Überrschrift „Amerikanische Träume auf den sanften Bergen“ am 5.4.2008 im Badischen Tagblatt unter anderem:

„So tief steckt den Menschen der Bluegrass in den Knochen, dass er auch dort, wo die Appalachen den Sprung in die Neuzeit geschafft haben, noch selbstverständlicher Teil des Alltags ist. In Ashville etwa – einer jungen Kleinstadt mit einer Universität, Cafes und Restaurants für den gehobenen urbanen Geschmack. In der szenigen Kneipe „Jake in the Wood“ spielt hier am Wochenende die Banjo-Geigen- und Mandolinen-Kombo „Special Ed and the Shortbus“ das, was in den Appalachen als „Newgrass“ bekannt ist – eine moderne Variation auf das traditionelle Genre. „Es ist uns wichtig, die Tradition zu pflegen“, sagt Bandleader Ed Brogan, ein uriger und pfiffiger 30-Jähriger mit einem dichten Appalachen-Vollbart.