Jack Cooke „Sittin’ On Top Of The World“ Pinecastle 1157

Gotta Travel On/ I’m Walking The Dog/ That’s How The Cookie Crumbles/ Let’s All Go Down To The River/ North To Alaska/ Dark Hollow/ Long Black Veil/ My Little Georgia Rose/ On And On/ Sittin’ On Top Of The World/ Seven Year Blues/ There’s A Higher Power/ Sugar Coated Love/ Let Me Rest At The End Of My Journey/ I’ve Always Been A Rambler

37 Jahre mit ein und derselben Band zu musizieren ist zweifellos ein Rekord für jeden Musiker. Jack Cooke, der Sänger; Gitarrist und Bassist hat es im Bluegrass Bereich so weit gebracht, als Mitglied der Clinch Mountain Boys. Überhaupt scheint Cooke die Kontinuität zu lieben, denn 1936 wurde er in Norton/Virginia geboren und noch heute lebt er dort, einige Zeit war er sogar Bürgermeister seiner Heimatstadt.

Seinen ersten Job als Musiker erhielt Jack Cooke 1955 als Bassist bei Carter und Ralph Stanley, den Stanley Brothers. 1956 schloss er sich für 4 Jahre der Band von Bill Monroe an und wurde ein Bluegrass Boy. Danach gründete er seine eigene Band, die Virginia Mountain Boys und spielte zwischendurch auch mal mit Earl Taylor und der Stoneman Family. Als Ralph Stanley die Clinch Mountain Boys 1970 umorganisierte, Carter Stanley war ja inzwischen verstorben, engagierte er Jack Cooke als Bassisten. Cooke hielt der Gruppe für die nächsten 36 Jahre die Treue.

Jetzt überraschte Jack Cook die Bluegrass Gemeinde mit einem eigenen Album, auf dem einige seiner alten Kameraden der vergangenen 51 Jahre als Sidemen auftauchen: Ralph Stanley, Ralph Stanley II, James Shelton, Todd Meade, Steve Sparkman, Del McCoury, Ronnie McCoury, Robbie McCoury, Jason Carter, Mike Bub, David Grisman und Jim Lauderdale. Bei allen Stücken fungiert Jack Cooke als Lead-Sänger und spielt die Rhythmusgitarre. Als Bonus-Tracks wurden die beiden letzten Titel ausgewählt. Sie stammen vom Oktober 1963, eingespielt im Ark Recording Studio in Cincinnati/Ohio.

Geboten wird insgesamt Hardcore-Bluegrass im Stil von Bill Monroe und Ralph Stanley, schnörkellos, kompromisslos und immer mit hartem Drive. Wer den Bluegrass-Sound der frühen Jahre liebt, ist mit diesem Album bestens bedient.

Walter Fuchs