Johnny Edson „A Man’s Gotta Eat“ Ragweed RWP 4

Got A Show To Do/ Gaspergou/ A Man’s Gotta Eat/ All He Wants To Do/ Dog In A Pick-Up/ Always Wondered/ Sodbuster’s Serenade/ I Miss You So/ Lost And Old/ Pine Street Pete/ I Tried And I Tried/ Deep Southeast Texas

Der Bogen des klassischen Western Swing ist weit gespannt, vom Big Band Sound eines Bob Wills bis hin zu den Combos von Milton Brown oder Bill Boyd. Auch die Stärke des Jazzeinflusses war immer unterschiedlich und an diesem breit angelegten Spektrum hat sich auch bis heute nicht viel geändert. Der kulturelle Background von Texas hat immer zum Experimentieren eingeladen.

Der texanische Sänger und Gitarrist Johnny Edson steht mit seinem vierten Album exakt in dieser Tradition der künstlerischen Freiheit. Seine Karriere hat einst in den Strassen von Austin begonnen, doch seit der Auflösung seines Quartetts „Dad Gum Swing“, produziert er seit 1994 seine eigenen Alben. Zu dieser neuesten Produktion hat er eine ganze Anzahl illustrer Musiker der Austin Szene eingeladen, zum Beispiel Ray Benson und Dave Sanger von Asleep At The Wheel, Gene Elders aus der Lyle Lovett Band, Cindy Cashdollar, Carole King’s früherer Bassist Charlie Larkey, Lloyd Maines, Boo Resnick von den Austin Lounge Lizards, Gary Primich, den Swing Pianisten Floyd Domino und viele andere. Was dabei herauskam ist eine prächtige Mischung aus dem traditionellen Sound eines Bob Wills und der lyrischen Kultiviertheit eines Johnny Mercer, manche nennen Johnny Edson auch eine Kreuzung zwischen Dan Hicks und Randy Newman. Die Verträumtheit und die sanfte Jazzphrasierung des Gesangs, der Swing und das transparente Arrangement, lassen diese Produktion zu einer idealen Musik zur Blauen Stunde werden.

Walter Fuchs