David Davis and The Warrior River Boys “Troubled Times”
Rebel 1817

The Ballad Of Sarah Malone/Chancellorsville/The River Ran Black/Milwaukee Blues/Jake Satterfield/Filling The River With Tears/Muddy Water/I Heard That Lonesome Whistle/John Henry, Jr./Evening Prayer Blues/Willow Valley/A House Of Gold

Zugegeben, David Davis gehört nicht gerade zu den Bekanntesten im weiten Land der Bluegrass Music. Zwei Alben bei Rounder Records 1990 und 1994 erregten damals nicht das gewünschte Aufsehen. Erst mit der Veröffentlichung ihres ersten Rebel-Albums im Jahre 2004 schien der Wendepunkt für David Davis and The Warrior River Boys gekommen zu sein, mit einem Album, das die Kritiker mit dem „White Album“ der Beatles verglichen und über das das „Sing Out Magazin“ schrieb: „Als vorzüglicher Mandolinenspieler im Stil von Bill Monroe, gehört David Davis zu den einfühlsamsten, fähigsten aber gleichzeitig am wenigsten bekannten Musiker des Genres.“ Dies könnte sich nun mit diesem neuen Album, das am 26. September 2006 veröffentlicht wird, ändern. Denn was Davis hier mit seiner Band präsentiert lässt aufhorchen. Der straffe Rhythmus erinnert an die Country Gentlemen, während der Rest, also Harmonieschema und Melodie, voll gespickt ist mit Blue Notes. Bei David Davis kommt der Geist von Bill Monroe und Muddy Waters zusammen und wenn man bedenkt, dass die Musik von Bill Monroe bereits stark vom Blues durchsetzt war, dann kommt jeder, ob Blues- oder Bluegrassfreund auf seine Kosten.

Dank Davis’ ausdrucksstarker Stimme und der Virtuosität seiner Musiker kommt die energiegeladene Musik dieser Gruppe beim Zuhörer sofort an, zwingt geradezu zum Zuhören. Ausser David Davis mit dabei: Daniel Grindstaff (Banjo), Owen Saunders (Fiddle), Adam Duke (Gesang, Gitarre) und Marty Hayes (Gesang, Bass).

Eine sehr empfehlenswerte Produktion.

Walter Fuchs